Mobilität, die „D’Strooss hält“?

Serge WilmesDie Stadt Luxemburg wächst und wächst. Den Entwicklungsvorgaben des neuen allgemeinen Bebauungsplans (PAG) nach, soll die Hauptstadt 2030, 150.000 Einwohner sowie 210.000 Pendler zählen.

Um dem großen Ungleichgewicht zwischen Einwohnern und Arbeitsplätzen entgegenzuwirken, müsste der PAG von einem ambitionierten und kohärenten Mobilitätskonzept begleitet werden. Zwei Attribute, mit denen sich die angedachten Maßnahmen nicht brüsten können.

So wird z. B. vorgeschlagen, neben der Einrichtung eines nationalen Fahrradweges und der Verbreiterung der Bürgersteige, das Verkehrsaufkommen auf der „route d’Arlon” durch eine Neugestaltung zu erhöhen. Eine wahnwitzige Vorstellung, es sei denn die Gebäude entlang der Straße würden dem Erdboden gleichgemacht!

Dringend benötigt werden hingegen Umgehungsstraßen, wie der „Boulevard de Merl”, der die „route d’Arlon” und die „route de Longwy” entlasten soll. Obwohl niemand weiß, wann besagte Straße gebaut wird, soll sie laut Vorbereitungsstudie des neuen Bebauungsplans ab 2020 befahrbar sein.

Seriöse Mobilitätspolitik sieht anders aus. Die CSV fordert, dass der hauptstädtische Schöffenrat in den nächsten Monaten ein Konzept unterbreitet, dass u.a. die Weiterentwicklung der Trambahn, sichere Fahrradwege, prioritäre Busspuren sowie zusätzliche Auffangparkplätze vorsieht. Ein Konzept, „dat d’Strooss hält”.

Serge Wilmes
Abgeordneter