Ee Mobilitéitskonzept fir d’Stad

Serge Wilmes, Präsident und Spitzenkandidat der CSV Stad, bei der Präsentation der Vorschläge

Der neue Allgemeine Bebauungsplang (PAG) der öko-liberalen Mehrheit, geht für das Jahr 2030 von 165.000 Einwohnern und 240.000 Arbeitsplätzen für die Hauptstadt aus. Bereits heute zählt die Stadt Luxemburg weitaus mehr Arbeitsplätze (170.000) als Einwohner (115.000). Dieses Ungleichgewicht wird demnach in Zukunft noch verschärft.

Insbesondere das Verkehrsaufkommen droht weiter rasant zu steigen, da auch in Zukunft, Pendler aus dem In- und Ausland die Mehrheit der Arbeitsplätze besetzen werden, die auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg entstehen werden. Hinzu kommt, dass das bestehende Straßennetz schon heute zu den Hauptverkehrszeiten an seine Grenze stößt und der aktuelle Schöffenrat es verpasst hat, begleitend zum PAG, ein Mobilitätskonzept auszuarbeiten.

Um den kompletten Verkehrskollaps abzuwenden, benötigt die Hauptstadt und ihr Einzugsgebiet ein ehrgeiziges, kohärentes Mobilitätskonzept. Ein Konzept, das sich als Weiterentwicklung des nationalen Mobilitätskonzepts „MoDu“ versteht und in enger Abstimmung mit der Regierung sowie den Gemeinden der Agglomeration Luxemburg ausgearbeitet wird.

Für die CSV Stad bleibt jedoch die Grundvoraussetzung einer verbesserten Mobilität und mit ihr dem Erhalt der Lebensqualität, die Schaffung von zusätzlichem, bezahlbarem Wohnraum, um so das Ungleichgewicht zwischen Einwohnern und Arbeitsplätzen abzufedern.

Die Priorität soll der Erschließung von neuen Wohnvierteln gelten, dies auf den noch bestehenden, großen, zusammenhängenden Flächen der Hauptstadt. Hier können höhere Einwohnerdichten und daran angepasste Mobilitätsinfrastrukturen vorgesehen werden.

Darüber hinaus muss die gesamte Hauptstadt verstärkt polyzentrisch entwickelt werden. Folglich, wird im Einklang mit einem weiterentwickelten „MoDu“, ein Konzept benötigt, das auch auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg, die unterschiedlichsten Mobilitätsformen entwickelt und diese als sich ergänzend betrachtet.

Das Ziel muss es sein, die Anzahl der Pendler zu verringern sowie innerstädtisch den öffentlichen Transport und die sanfte Mobilität noch stärker zu fördern, ohne den Ausbau der Straßeninfrastruktur zu vernachlässigen.

Für die CSV Stad muss ein Mobilitätskonzept für die Hauptstadt unter anderem:

für die Fußgänger, ein globales Konzept beinhalten, mit z.B.

  • allgemein gut beleuchteten Gehwegen und Fußgängerübergängen ;
  • an die einzelnen Stadtviertel und Straßen angepasste, breite, sichere und barrierefreie Gehwege ;
  • einer klaren Trennung zwischen Gehweg und Fahrradweg, auch in den städtischen Parkanlagen;
  • möglichst durchgehenden Bürgersteigen ;
  • zusätzlichen Fussgängerzonen bzw. shared space, insbesondere in den einzelnen Stadtvierteln ;
  • einer Reduzierung der Wartezeiten an Fußgängerübergängen und gleichzeitiger Erhöhung der Grünzeit, um die Straße zu überqueren ;
  • direkten Gehverbindungen zum Stadtzentrum hin bzw. an den öffentlichen Transport ;
  • dem systematischen Einrichten von provisorischen Geh- bzw. Fahrradwegen an Baustellen ;
  • der Einführung eines monatlichen, autofreien Sonntags, an dem einige Hauptstraßen (wie z.B. Boulevard Royal und Avenue de la Liberté) für Fußgänger und Fahrradfahrer reserviert sind ;
  • einem Mehrjahresplan, um die öffentlichen Plätze der Hauptstadt zu attraktiven Treffpunkten umzugestalten.

die Nutzung des Fahrrads unterstützen, durch z.B.

  • die Einführung eines flächendeckenden Netzwerks von sicheren (das heißt von der Straße getrennten) Fahrradwegen ;
  • die Einrichtung zweier zentraler Fahrradwege die, die Stadt durchgehend, von Norden nach Süden und von Westen nach Osten, durchqueren ;
  • die Einführung eines öffentlichen (interkommunalen) Fahrradverleihsystems, das vermehrt auf Elektro-Fahrräder setzt und ohne Werbeträger auskommt ;
  • die Umgestaltung einiger städtischer Busse, damit diese vermehrt Fahrräder mitnehmen können ;
  • die Umgestaltung der öffentlichen Parkhäuser, damit diese einen Teil des Erdgeschosses für die Unterbringung von Fahrrädern vorsehen ;
  • eine Ergänzung der Park+Ride-Parkhäuser der Stadt durch Park+Bike-Parkhäuser, um somit das Umsteigen vom Auto auf ein privates Fahrrad oder Leihfahrrad zu ermöglichen ;
  • die Einrichtung kleiner Fahrräderateliers, entlang der zentralen Fahrradwege.

die Attraktivität der städtischen Autobusse stärken indem z.B.

  • im Zuge des Baus der neuen Straßenbahn, das Autobusnetzwerk so umgestaltet wird, dass die einzelnen Stadtviertel optimal mit den geplanten „pôles d’échanges“ verbunden werden, ohne, dass dies einen Umweg durch das Stadtzentrum mit sich bringt ;
  • eine Busringlinie eingeführt wird, um somit die einzelnen Stadtviertel miteinander zu verbinden ;
  • auf verschiedenen, dicht befahrenen Straßensegmenten der Hauptstadt, Busspuren eingeführt werden, deren Fahrrichtung mit dem Hauptverkehrsfluss verändert werden kann und auf denen Autobusse mit hoher Kapazität eingesetzt werden können.

die Einführung einer Straßenbahn vorantreiben und z.B.

  • die Ausführung des Baus der Straßenbahn sowie die Information über den Verlauf der Baustelle optimieren.

Dies gilt insbesondere für den Bau der Trasse, die durch das Stadtzentrum führen wird. Die Baustelle muss so ausgeführt werden, dass die Belastung für die Anrainer auf das absolute Minimum beschränkt wird. Hierzu gehört, dass entlang dieser zentralen Achse, jede andere Baustelle, die nicht dringlich ist, zeitlich nach hinten verschoben wird. Außerdem müssen die Geschäftsinhaber, die durch den Bau der Straßenbahn, Einnahmeverluste hinnehmen müssen, nach klaren Kriterien entschädigt werden. Während der Baustelle soll der öffentliche Transport für die Anwohner gratis sein ;

  • Prioritär mit der Regierung und den Gemeinden der Agglomeration Luxemburg die potenzielle Verlängerung des Straßenbahnnetzes zur Agglomeration hin, vorantreiben (in Richtung Bartringen/Strassen/Mamer, Leudelingen und darüber hinaus sowie in östlicher Richtung);
  • Auf dem Stadtgebiet, die neuen Wohnviertel im Westen der Stadt sowie auf Kirchberg (entlang des Boulevard Konrad Adenauer) prioritär mit der Straßenbahn anbinden.

die Eisenbahninfrastruktur ausbauen indem z.B.

  • prioritär die Zughaltestelle in Hollerich zu einem Umsteigplatz aus- bzw. umgebaut wird und zusätzlich dazu eine neue Zughaltestelle sowie ein Umsteigeplatz in Zessingen bauen, um die neuen Wohnviertel im Westen der Stadt optimal an den öffentlichen Transport anzubinden ;
  • Die Zughaltestellen Howald, Hollerich und Zessingen mit Hilfe eines Bypasses direkt miteinander verbunden werden ;
  • Der Bahnhof in Dommeldingen ausgebaut wird, um das Wenden der aus dem Süden kommenden Zügen zu ermöglichen ;
  • Überprüft wird, ob im Zuge des Baus der zusätzlichen Bahnsteige, das ambitionierte Vorhaben der Überdachung des Hauptbahnhofes und die damit einhergehenden direkten Verbindung der Stadtviertel Gare und Bonnevoie, nicht doch zu verwirklichen ist ;
  • Überprüft wird, ob die Züge aus Richtung Osten (Centserstrecke), mithilfe eines Bypasses unterhalb des Rhamplateaus, direkt mit der neuen Zughaltestelle Pfaffenthal/Kirchberg verbunden werden können.

den Individualverkehr fließender gestalten indem z.B.

  • Prioritär der Boulevard de Merl und der Contournement de Céssange gebaut werden, um die westlichen Wohnviertel der Stadt vom Durchgangsverkehr zu befreien und die neuen Wohnviertel im Westen der Stadt optimal anzubinden ;
  • der Durchgangsverkehr in den Wohnvierteln reduziert wird z.B. mit Hilfe von dissuasiven Einbahnsystemen oder Straßenumleitungen;
  • das Carsharingangebot erweitert, auf Elektroautos ausgeweitet und durch ein dichtes Netz an Aufladestationen ergänzt wird.

Méi zum Thema:

Motion du groupe CSV au Conseil communal de la Ville de Luxembourg au sujet de la mobilité douce en Ville, déposée par Maurice Bauer, conseiller communal

 

Motion du groupe CSV au Conseil communal de la Ville de Luxembourg au sujet de la mobilité douce en Ville, déposée par Maurice Bauer, conseiller communal

Motion déposée par Maurice Bauer, conseiller communal

Considérant que l’accord de coalition 2011-2017 prévoit de « réaliser un concept général pour piétons sur le territoire de la Ville »

Considérant la présentation en avril 2016 d’un concept pour piétons pour la Ville de Luxembourg avec des propositions de mesures positives à court, moyen et long terme

Considérant parmi les mesures à court terme des adaptations concernant la coordination des feux ainsi que des mesures d’aménagement de trottoirs

Considérant que même les mesures à court terme n’ont pas toutes été initiées après plus d’un an et que l’ensemble des mesures proposées  ne saurait constituer un réel concept de mobilité piétonne

Considérant que dans plusieurs quartiers il existe encore des rues qui n’offrent pas de trottoir et constituent donc un danger réel pour la sécurité des piétons

Considérant que la situation de nombreux piétons notamment des personnes plus âgées  s’est aggravée  depuis la réorganisation et le nouvel aménagement des lignes de bus avec des distances plus grandes à parcourir pour accéder par exemple au centre-ville

Considérant l’extension louable du réseau cycliste en Ville ces dernières années, mais constatant que celui-ci n’offre pas de voies séparées et sécurisées cohérentes et continues (existence de voies cyclables qui s’arrêtent abruptement, obligeant ainsi les cyclistes à s’engager en pleine circulation) seules capables de donner un sentiment de protection aux cyclistes, surtout aux cyclistes débutants, prudents et occasionnels

Considérant que ces incohérences du réseau entrainent que nombre de cyclistes utilise soit le trottoir, soit le parc municipal et qu’il n’y a toujours pas de règles claires concernant la cohabitation des piétons et des cyclistes, notamment pour le parc municipal

Considérant l’absence de prise en compte de la mobilité douce lors de la planification des chantiers (par exemple Ban de Gasperich, Limpertsberg, boulevard Joseph II)

Considérant le remplacement très lent de l’éclairage des passages à piétons par un éclairage plus performant qui permette d’augmenter la visibilité des piétons et ainsi leur sécurité

Considérant l’absence d’indicateurs de temps restant pour traverser un passage à piétons aux carrefours les plus fréquentés

Considérant également un temps de passage au vert qui reste souvent un réel défi  pour nombre de personnes, surtout pour des piétons plus âgées

Considérant le sentiment d’insécurité pour beaucoup de piétons pour traverser le parc municipal

Invite le collège échevinal:

  • à présenter au Conseil Communal un bilan des mesures prises à court terme
  • à élaborer un réel concept de piétons, digne de ce nom, avec un plan d’action en y incluant et associant tous les acteurs concernés, les citoyens intéressés, les syndicats d’intérêts locaux, les représentants des écoles
  • à dresser un inventaire des endroits ou rues qui n’offrent pas de trottoir et d’en installer ou en cas d’impossibilité d’élaborer des solutions alternatives protégeant les piétons qui sont les acteurs les plus vulnérables de la mobilité urbaine
  • à élaborer avec les concernés des règles claires de cohabitation entre cyclistes et piétons, notamment pour le parc municipal, ou bien de veiller à la mise en place de voies séparées pour les cyclistes et les piétons au niveau du parc municipal
  • à mettre enfin en place un réseau de voies cyclables séparées et sécurisées, sinon à veiller à trouver des solutions viables pour assurer la cohérence et la continuité des voies qui actuellement s’arrêtent abruptement et obligent ainsi les cyclistes à s’engager en pleine circulation
  • à planifier en priorité et au plus vite un remplacement de l’éclairage des passages à piétons actuels par un éclairage plus performant afin d’augmenter la visibilité des piétons et ainsi leur sécurité
  • à augmenter le temps de passage au vert pour les piétons au niveau des carrefours les plus fréquentés et à envisager l’installation des compteurs à rebours pour informer les piétons du temps restant
  • à analyser les possibilités d’augmenter le sentiment de sécurité des citoyens dans le parc municipal par une amélioration de l’éclairage
  • à inclure dans l’organisation des chantiers une obligation de trouver une solution alternative pour la mobilité douce (vélos, piétons)
  • à préparer un débat futur sur le sujet au Conseil Communal

Motion du groupe CSV sur la situation des commerces dans la capitale

Vu la motion présentée par la fraction CSV le 4 juillet 2016 et dont les considérants restent d’actualité,

Vu la baisse importante des fréquentations dans beaucoup de commerces du centre-ville et de la gare,

Vu les fermetures nombreuses de petits commerces indépendants,

Vu le développement du commerce en ligne et les changements des habitudes des consommateurs,

Vu l’importance de garder attractive la capitale à la fois pour les touristes et les résidents,

Vu que la Ville peut et doit jouer un rôle plus actif dans le soutien de petits commerces indépendants p.ex. en mettant à leur disposition des surfaces avec un loyer raisonnable,

Vu la récente étude sur le commerce commanditée par la Ville de Luxembourg et les conclusions à en tirer;

Invite le collège échevinal à :

1) Présenter au conseil communal les résultats de la nouvelle étude sur le commerce en Ville,

2) Informer le conseil communal des conclusions tirées de cette étude et des mesures prévues pour :

– soutenir les petits commerces indépendants et

– inciter la venue de clients en ville,

3) Informer le conseil communal du nombre de surfaces commerciales mises en location par la Ville et du genre de commerces qui les occupent,

4) Informer le conseil communal du bilan des ouvertures dominicales et du nombre de magasins y participant,

5) Prévoir une possibilité d’échanges des membres du conseil communal avec l’Union commerciale de la Ville de Luxembourg.

Pour la CSV Stad

Claudine Konsbruck
Conseillère